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Der Pförtner machte sich hinter seiner Scheibe lang: „Sie wünschen?“ fragte er den älteren Herrn. Der war gerade mit einem sanft näselnden „Guten Morgen!“ auf das geöffnete kleine Rundfenster zugegangen, hinter dem der Pförtner freundlich und auch ein wenig gelangweilt guckte. „Nun, ich wünsche“, antwortete der ältere Herr, „die Stelle als Regieasistent zu bekommen.“ – „Aha!“ sagte der Pförtner. Dann fragte er: „Sie heißen?“ – „Gründgens.“ – „Aha. Ihr Vorname?“ – „Gustaf mit „f“.“ – „Mit „f“, aha. Ja, dann warten Sie mal, ich schreib dann mal gleich Ihren Namen ins Besucherbuch, aber jetzt ruf ich erst mal das Vorzimmer an.“ – „Danke“, sagte der ältere Herr. – „Ja, hier die Pforte, Frau Ledeldeng … also, da steht hier ein Herr, der will sich als Regieassistent bewerben … nein, kein junger Mann, ein“ – der Pförtner lugte durch die Scheibe – „ein eher älterer Herr … wie alt?“ Der Pförtner senkte die Stimme: „Schwer zu schätzen“, murmelte er in den Hörer, „alterlos, wenn Sie mich fragen ...”
So weit der Einstieg in eine Theatergeschichte, die beim 23. Hildener Tete-a-Tete unter dem Titel “Ist es schon Tollheit, hat es doch Methode” vom Publikum mit Beifall aufgenommen wurde (s. Kritik rechts)
Die vollständige Geschichte als Live-Mitschnitt kann hier im mp3-Format abgerufen werden
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