Peter Welk - Gedichte und Geschichten

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Herr Magritte erfindet eine Brille

Herr Magritte erfindet eine Brille,
Die kopfeinwärts auch zu nutzen ist,
Und so blickt bebrillt er in die Stille
Seines Wesens durch Erfinderlist.

Und schon sieht er sich in sich verdoppelt,
Weil ein Innenich ihn da begrüßt,
Das vom Außenich sich abgekoppelt
Hat und ganz autark die Seele süßt.

Wenn er könnte, würde er zusammen-
wünschen wollen Ich und Ich,
Würde Innen sich ins Außen rammen
Lassen sollen so zum Ich an sich,
Das vielleicht entstehen können könnte ...

Doch es fügt sich nicht nach seinem Willen,
Auch vermittels neu entworfner Brillen
Glückt es nicht, den Wunsch vom Ich an sich zu stillen.

Und so nimmt er’s hin und bleibt gespalten.
Hoffend, sich als Ich im Ich stabil zu halten.

(c) Peter Welk

Das Gedicht in der Interpretation des Autors als mp3-Datei zum Hören und Herunterladen

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Herr Magritte erfindet eine Brille

Bild (c) Marion Reckow-Memmert - www.reckow-memmert.de

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