Peter Welk - Gedichte und Geschichten

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ind Blaue

Huckenbeck entschließt sich, aus Gedankenstücken
Eine blaugemalte Welt zu schaffen,
Blau die Häuser, blaugemalt die Brücken,
Blau, sofern entstehend, die Giraffen.

Ohne Schöpferplan will Huckenbeck beginnen,
Doch ins Blaue zielt er absichtsvoll,
Um dem Schwarzgemalten zu entrinnen,
Das in seiner Welt nicht gelten soll.

Reines Blau ergießt sich wie aus Himmelskannen
Über Huckenbecks gedachte Welt,
Bläue schäumt in allen Badewannen,
Die er sich in seine Häuser stellt.

Veilchenblaugemalt beginnt der Montagmorgen,
Pflaumenblau lässt Huckenbeck ihn gehn,
Blaue Mädchen haben blaue Sorgen,
Blaue Witwen können sich im Spiegel drehn.

Huckenbeck – als leite ihn ein Zauberwort –
Nickt zu allem, lächelt, und dann hebt
Er die blaugemalte Welt mit Händen hoch und schwebt
Samt der Welt ins ungefähre Blaue fort.


(c) Peter Welk

Das Gedicht in der Interpretation des Autors als mp3-Datei zum Hören und Herunterladen

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Ein Live-Mitschnitt vom
4. Düsseldorfer Literaturkonzert 2008
www.literaturkonzerte.de

ins Blaue

Bild (c) Marion Reckow-Memmert - www.reckow-memmert.de

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